Bürgerinitiative St2080 – Schwaberwegen und Moos e.V.


Planfeststellungsverfahren läuft

Aktuell ist bezüglich der Straßenplanung durch das Landschaftsschutz- und Bannwaldgebiet Ebersberger Forst bei Forstinning erstmal abwarten angesagt. Die Baugenehmigung wurde im August 2019 beantragt und die Auslegungs- und Einwendefrist im Herbst 2019 ist abgelaufen. Jetzt muss die Regierung von Oberbayern im Zuge des laufenden Planfeststellungsverfahrens alle Einwendungen von Behörden, Gemeinden, Verbänden und Privatpersonen auswerten und zur Bearbeitung an die zuständigen Behörden weiterleiten.

Quelle: Planungsunterlagen vom Straßenbauamt Rosenheim

 Eine Grundlage für die Straßenplanung das Verkehrsgutachten von 2014 ist nach unserer Meinung durch die Veränderung der überregionalen Verkehrsströme veraltet. In dem Gutachten werden unter anderem die Fertigstellung der Umgehungsstraße von Albaching und die Inbetriebnahmen der A94 nicht berücksichtigt. Durch die beiden neuen Straßen ist es für ungefähr 50 Prozent des bisherigen Quellverkehrs der auf der St2080 durch Forstinning und Ebersberg angefallen ist, wirtschaftlicher von Wasserburg kommend über Albaching, B12 und A94 nach München zu fahren. Aus diesem Grund plädieren wir verstärkt auf die Umsetzung unserer ökologischen Verbesserungsvorschläge und gegen den Präzedenzfall im Ebersberger Forst.

online petition "hände weg vom landschaftsschutzgebiet ebersberger forst"

Gegen den Präzedenzfall im Ebersberger Forst haben sich auch mehr als 7.000 Landkreisbewohner frühzeitig mit der Petition „Hände weg vom Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst“ an unseren Landrat und die Kreisräte gewandt, um derartige Eingriff ein das Herzstück und schützenswerte Erbe unseres Landkreises zu verhindern. Die Reaktion unserer am 15. März 2020 zur Wiederwahl stehenden Landkreispolitiker war, dafür nicht zuständig zu sein. 1964 wurde der Ebersberger Forst von verantwortungsbewussten Landkreispolitikern per Verordnung zum Landschaftsschutzgebiet erhoben. Unsere heutige Politikergeneration ist leider nicht willens, dieses Naturjuwel in seiner Gänze für nachkommende Generationen zu bewahren. Sie werben zwar in Landkreisbroschüren gerade mit der Einmaligkeit und zusammenhängenden Größe des Forstes. Mutwillig wird wider besseres Wissen dagegen verstoßen. Oder sind es alles nur Lippenbekenntnisse, und der Forst bedeutet den Politikern in Wirklichkeit Nichts. Sie sägen an dem Ast, auf dem wir und -vielschlimmer -unsere Kinder und Enkel sitzen. Eine derartige Ignoranz tut weh, zumal in Zeiten von extremem Natur- und Artenschwund, von Klimawandel, Schadstoff- und CO2-Belastung.

wehret den anfängen!

 Wegen des hohen naturschutzrechtlichen Konfliktpotenzials wurde der jetzt vorgesehene Trassenverlauf durch das streng geschützte Waldgebiet 1985 in einem Raumordnungsverfahren verworfen und 2009 in einer Machbarkeitsstudie abschlägig beurteilt. Mit der beabsichtigten Umgehungsstraße durch ein wertvolles Areal des Ebersberger Forstes wäre der Präzedenzfall für eine Vielzahl weiterer Bauvorhaben geschaffen. Im Landkreis hat sich zudem fast jeder Vierte (22,7 % = 22.575 Landkreisbürger) und bayernweit haben sich mehr als 1,8 Millionen Menschen hinter das Volksbegehren zum Artenschutzgestellt. Der Ebersberger Forst ist das bedeutendste Artenrefugium der ganzen Region.

 


bestellen sie AUFKLEBER

Gerne schicken wir Ihnen umsonst einige Exemplare zu. 

Hierfür reicht eine E-Mail mit Ihre Anschrift an

info@2080-forstinning.de