Bürgerinitiative St2080 – Schwaberwegen und Moos e.V.


ES IST 5 VOR 12 FÜR DEN EBERSBERGER FORST

20.01.2021 Bürgerinitiative St2080 e.V. Mitgliederversammlung - Sachstand Ortsumgehung - Windräder - Spenden

Liebe Mitglieder der BI-St2080, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

 

Ihnen allen ein vor allem gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr 2021!

Leider konnte ja die für Dezember geplante Mitgliederversammlung coronabedingt nicht stattfinden.

Die Versammlung und die Neuwahl des Vorstands werden aber sobald möglich nachgeholt.

 

Ortsumgehung der St2080 durch das Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst

Das Planfeststellungsverfahren läuft unerbittlich weiter. Das Straßenbauamt prüft derzeit die zahlreichen

Einwendungen. Der Landschaftsschutzgebietstatus des Forstes ist hierbei für die Behörde

ein erheblicher rechtlicher Bremsklotz. Trotzdem wird als nächster Schritt das Anhörungsverfahren

noch in 2021 kommen. Und über die Hintertür der im Mai stattfindenden Bürgerabstimmung für die

Windkraftanlagen, kann hier der Schutzstatus so geändert werden, dass auch das Hindernis für

die Umgehungsstraße mit ausgehebelt wird.

 

Windkraftanlagen im Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst:

Entgegen des (Ehren-)Worts von Landrat Niedergesäß beabsichtigt der Landkreis EBE die Errichtung

von 250 m hohen Windkraftanlagen im Ebersberger Forst. Dies trotz des eindeutig negativen

Ergebnisses eines vom Landkreis selbst beauftragten Arten- und Naturschutzgutachtens sowie unserer

Online-Petition mit mehr als 9.400 Unterzeichnern.

Der hinderliche Landschaftsschutzgebietstatus soll nun durch ein Ratsbegehren mit einem missverständlich,

irreführend und manipulativ formulierten Abstimmungstext ausgehebelt werden:

 

„Sind Sie dafür, dass der Landkreis Ebersberg zur Erreichung der Ziele des Klimaschutzes und zur Förderung

der Landschaftspflege die ihm zur Verfügung stehenden grundstücksrechtlichen Möglichkeiten ausschöpft,

um darauf hinzuwirken, dass im Ebersberger Forst maximal fünf Windräder errichtet werden?“

 

Dass ausgerechnet die Windkraftlobbyisten der Energieagentur EBE-M mit der Informationskampagne

zur Bürgerabstimmung betraut und mit 64.000,- € Steuergeldern unterstützt wurden, lässt

Schlimmes befürchten.

Um die Aufweichung des Schutzstatus zu verhindern, braucht es eine Gegenkampagne, die den

Mitbürgern den unschätzbaren Wert eines unzerstückelten Ebersberger Forsts aufzeigt. Klar und

deutlich müssen die nicht wieder gutmachbaren negativen Folgen von Straßenbau und Windkraftanlagen

im Forst der Landkreisbevölkerung bewusst gemacht werden.

Nur mit einer professionellen Gegenkampagne haben wir Aussicht auf Erfolg; diese kostet viel Geld.

 

Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer gro.zügigen Spende auf unser Vereinskonto*:

BI-St2080 - IBAN DE26700400410152475000 - Commerzbank München

 

Wir müssen rasch beginnen, da die Abstimmung zum Ratsbegehren bereits am 16.05.21 stattfindet.

Nur mit einem gemeinsamen, gewaltigen Kraftakt können wir unseren Ebersberger Forst retten.

Es ist an uns, das Erbe unserer Eltern und Großeltern zu bewahren und dieses Juwel an unsere

Nachkommen als intaktes "Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst" weitergeben.

 

Für den Vorstand

Ihre

Dr. Ludwig Seebauer, Vorsitzender BI-St2080 e.V. 

Benjamin Wirth, Stv. Vorsitzender BI-St2080 e.V.


Die kompletten Adressen der Politiker und weitere beispielhafte Argumente finden sie unter folgendem Reiter: Schreibe einen Brief an unsere Politiker


wie wird man umweltaktivist - eine exkursion bei der vhs vaterstetten

Am Samstag de 17. Oktober fand der zweite Teil der Vortragsreihe "Wie wird man Umweltaktivist" der VHS Vaterstetten als Exkursion im Ebersberger Forst statt. Benjamin Wirth begrüßt die interessierten Teilnehmer der Exkursion am Waldeingang des Ebersberger Forstes bei Forstinning. Hier am Waldeingang zum Schwaberweger Hauptgeräumt erkennt man schnell, um was es geht. Zahlreiche Plakate werben für eine Umgehungsstraße durch den Ebersberger Forst und genauso viele warnen vor diesem Präzedenzfall.  Mit den anwesenden Naturschützern begann gleich zu Beginn eine Diskussion über die Parallelen vom Widerstand gegen die Umgehungsstraße im Ebersberger Forst zu anderen Projekten. Hierbei verwies Benjamin Wirth auf seinen Onlinevortrag den man nach wie vor auf dem Youtube Kanal der VHS Vaterstetten anschauen kann. Dort wird das eigene Vorgehen erläutert. Ähnlich ist man auch zum Beispiel beim Kampf für den Erhalt der Eiche in Grafing und dem Bahndamm zwischen Glonn und Moosach vorgegangen. Nach weiteren generellen Infos zum Ebersberger Forst ging es entlang einer Rückegasse zu dem Feuchtbiotop. Das Feuchtbiotop wurde bereits vor über 40 Jahren als Wasserstelle für Wildscheine und Rehe angelegt. Mittlerweile hat es sich darüber hinaus als sehr wertvollen Lebensraum für zum Beispiel Berg- und Teichmolche entwickelt. Gemäß der aktuellen Planung für die Umgehungsstraße soll dieses Feuchtbiotop ohne Ausgleichsmaßnahme in den Wintermonaten einfach zugeschüttet werden. Hierzu verwies Benjamin Wirth, der mittlerweile zum Verkehrspolitische Sprecher der BN Kreisgruppe gewählt wurde auf die Einwände des BN sowie der BI St2080 im laufenden Planfeststellungsverfahren. 

Weiter ging es dann entlang der geplanten Trasse zu einem Waldstück, welches die Zukunftsvision der bayerischen Staatsforste für den Ebersberger Forst darstellt. Der hier wachsende Mischwald beindruckt mit seinem alten Baumbestand, zahlreichen Biotopbäumen und seiner Artenvielfalt mit über 15 verschiedenen Baumsorten. Vorbei an einer Buche mit Schwarzspechthöhle marschierte die Gruppe weiter zu einem lichten Waldstück. Auf dem Weg zur Lichtung sticht einem eine große gefällte Eiche ins Auge. Benjamin Wirth erläutert am Beispiel der Eiche die positiven Auswirkungen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“. Früher wären hier wahrscheinlich nur ein paar Äste liegen geblieben. Aber durch die geänderten Vorgaben für die Forstwirtschaft überwiegen nun auch immer wieder die ökologischen Aspekte. Mit einem Apell seine eigenen Gewohnheiten im Hinblick auf den Klimawandel und Umweltschutz zu überdenken, wurde die Exkursion beendet und die Gruppe zurück zum Waldeingang begleitet.


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Gerne schicken wir Ihnen umsonst einige Exemplare zu. 

Hierfür reicht eine E-Mail mit Ihre Anschrift an

info@2080-forstinning.de